Detailbeschreibung
Das Bergbaumuseum Grube Bindweide und das Bergwerksteam heißen Sie herzlich willkommen zu einer besonderen Reise in die Welt des historischen Eisenerzbergbaus. Hier erleben Sie Bergbaugeschichte nicht nur im Museum, sondern direkt dort, wo einst Eisenerz abgebaut wurde – spannend, eindrucksvoll und abenteuerlich für Jung und Alt.
Eine Zeitreise unter Tage
Ihr Besuch beginnt im Besucherzentrum, das Sie in die Geologie des Westerwaldes und die Entstehung der Erze einführt. Sie erfahren, wie das Eisenerz gewonnen, aufbereitet und weiterverarbeitet wurde und unter welchen Bedingungen die Bergleute gearbeitet haben.
Anschließend geht es unter Tage: Mit der Grubenbahn fahren Sie rund 800 Meter durch den Berg. Weitere 300 Meter erkunden Sie zu Fuß und erleben dabei die historischen Erzstrecken. Rötlich-braunes, erzhaltiges Gestein, Stalaktiten und Stalagmiten sowie die kühle, feuchte Luft bei etwa 12 °C vermitteln Ihnen einen authentischen Eindruck von der Welt unter Tage. Historische Geräusche alter Werkzeuge begleiten die rund 90-minütige Tour.
Die Geschichte der Grube Bindweide
Die Geschichte der Grube reicht bis ins Jahr 1837 zurück. Sie entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Eisenerzbergwerke der Siegerländer-Westerwälder Region. Mehr als fünf Millionen Tonnen Eisenerz wurden hier gefördert, bis zu 900 Bergleute arbeiteten im Bergwerk.
Auch die Gefahren des Bergbaus gehören zur Geschichte der Grube. Bei einem schweren Grubenunglück kamen 14 Bergleute ums Leben. Aufgrund technischer Schwierigkeiten und des sinkenden Eisenerzbedarfs wurde die Grube schließlich stillgelegt. Ende März 1932 endete die Förderung endgültig.
Über dem Zugang zum Tiefen Stollen, durch den einst das Eisenerz erschlossen und bis 1913 abtransportiert wurde, entstand später das Bergbaumuseum. Seit 1986 können Sie hier die Geschichte des Bergbaus erleben.
Was Sie außerdem entdecken können
Neben dem Besucherzentrum und der Untertageführung erwarten Sie weitere besondere Angebote. In der Grubenschmiede erleben Sie bei Vorführungen traditionelle Handwerkskunst. Der Barbaraturm, ein ehemaliges Fördergerüst und heutiger Aussichtsturm auf der Steineberger Höhe, bietet Ihnen einen schönen Blick über die Westerwaldlandschaft.
Im ehemaligen Bereich der Pulverkammer befindet sich außerdem der Heilstollen, in dem Atem- und Entspannungstherapien angeboten werden.
GeoInformationszentrum und Partnerschaften
Die Grube Bindweide ist eines von zwölf GeoInformationszentren im GeoPark Westerwald-Lahn-Taunus. Hier erhalten Sie zusätzliche Informationen über die Geologie sowie die Wirtschafts- und Kulturgeschichte der Region und können weitere GeoRouten, GeoPunkte, Geotope und GeoBlicke kennenlernen. (www.geopark-wlt.de)
Das museumspädagogische Konzept macht die Themen Bergbau, Geologie und regionale Geschichte anschaulich und erlebbar. (www.qr-kultur.de)
Förderung
Die Weiterentwicklung des Bergbaumuseums wurde unter anderem durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) unterstützt. Gefördert wurden das Besucherzentrum, die Grubenschmiede und der Barbaraturm.
Ein Besuch der Grube Bindweide verbindet Geschichte, Technik, Geologie und echtes Abenteuer – und führt Sie dorthin, wo Bergbaugeschichte einst unter Tage geschrieben wurde.
Glück Auf!
Kurzbeschreibung
Unter Tage: eine abenteuerliche Reise zu den Schätzen der Erde!
Preisinformation
Ausstellung & Führung in das Besucherbergwerk
- Erwachsene: 15,00 €
- Kinder (5 - 14 Jahre): 8,00 €
- Studenten / Schüler / Menschen mit Beeinträchtigung: 10,00 €
- Gruppen (ab 10 Personen): 13,00 € pro Person (mind. 130,00 €)
- Schulklassen / Kindergruppen (ab 10 Personen): 6,00 € pro Kind
- Familienkarte (2 Erwachsene + 2 Kinder): 30,00 €
- Familienkarte (jedes weitere Kind): 5,00 €
Informationen zur Anreise
Parkplätze vor dem Besucherbergwerk vorhanden.